Bislang galt vor allem Ligarivale Crystal Palace als Top-Interessent. Die Londoner suchen nach dem feststehenden Abgang von Oliver Glasner im kommenden Sommer dringend eine neue sportliche Führung und führten Iraola ganz oben auf ihrer Wunschliste. Doch die Werkself könnte Palace nun einen Strich durch die Rechnung machen und dem Spanier eine attraktive Alternative außerhalb der Premier League bieten.
Dass Iraola unter dem Bayer-Kreuz ein heißes Thema wird, hängt eng mit der personellen Situation in Leverkusen zusammen. Zwar steht dort Kasper Hjulmand noch an der Seitenlinie – der Däne hatte den Posten erst im September 2025 übernommen –, doch die Gerüchte über eine vorzeitige Trennung im Sommer verdichten sich. Nachdem Leverkusen die Bundesliga-Saison auf dem sechsten Tabellenplatz abgeschlossen hat, reicht es in der kommenden Spielzeit immerhin für die UEFA Europa League. Dennoch scheint ein Wechsel auf der Trainerbank der BayArena immer wahrscheinlicher zu werden.
Hier könnte Leverkusen im Duell mit Crystal Palace entscheidend punkten: Während die Werkself die Teilnahme am europäischen Geschäft bereits sicher in der Tasche hat, muss Palace in der kommenden Woche im Finale der UEFA Conference League in Leipzig gegen Rayo Vallecano antreten. Nur ein Sieg dort würde den Londonern den Weg zurück nach Europa ebnen.
Begehrter Taktiker mit Meister-Verbindung
Iraola gilt nach drei überaus erfolgreichen Jahren im Vitality Stadium als einer der gefragtesten Trainer in Europa. Er führte Bournemouth in dieser Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in den Europapokal – theoretisch ist am letzten Spieltag bei Schützenhilfe durch das Spiel von Liverpool gegen Aston Villa sogar noch das Erreichen der Champions League möglich.
Seine hervorragende Arbeit weckte Begehrlichkeiten im In- und Ausland. So stand er unter anderem auch auf der Kandidatenliste des FC Chelsea, bevor die Londoner sich für Xabi Alonso entschieden – jenen Trainer, der Leverkusen einst zur ungeschlagenen Meisterschaft geführt hatte.
Iraola selbst hielt sich bezüglich seiner endgültigen Entscheidung bedeckt und fokussierte sich zuletzt vollends auf das sportliche Finale: "Im Moment sind wir in einer Stimmung, in der wir das Gefühl haben, dass es tatsächlich passieren kann. Was wir tun müssen, ist das zu kontrollieren, was wir selbst in der Hand haben – und das ist unser Ergebnis gegen Forest. Wenn wir holen, was wir brauchen, beenden wir die Saison als Sechster. Danach warten wir ab, ob es eine zusätzliche Belohnung gibt."
Ob diese Belohnung am Ende ein Ticket für die Königsklasse und/oder ein neues Engagement in der Bundesliga sein wird, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Doch nicht nur Iraola ist heiß begehrt – auch sein Co-Trainer Tommy Elphick ist nach der fulminanten Saison ins Visier von Mitbewerbern geraten und wird heftig vom Championship-Klub Bristol City umworben.
