José Mourinho folgt bei Real Madrid auf den scheidenden Trainer Álvaro Arbeloa, der im Januar für Xabi Alonso übernommen hatte.
Arbeloa war es allerdings nicht gelungen, eine titellose Saison zu verhindern. In der UEFA Champions League schied der Rekordmeister im Viertelfinale gegen Bayern München aus. Auf nationaler Ebene musste man dem Erzrivalen FC Barcelona den Vortritt lassen, die Katalanen hatten in der Endabrechnung acht Punkte Vorsprung auf Real.
Ausstiegsklausel ermöglicht Wechsel
Mourinho trainierte zuletzt Benfica, nachdem er zuvor beim türkischen Vizemeister Fenerbahce entlassen worden war. Sein Vertrag in Lissabon wäre eigentlich erst im Sommer 2027 ausgelaufen – aufgrund einer Ausstiegssklausel, die laut Medienberichten bei lediglich drei Millionen Euro liegt, gestaltete sich der Wechsel ins San Bernabéu aber verhältnismäßig einfach.

Am Freitag ließ Transferexperte David Ornstein von "The Athletic" verlauten, dass die Verhandlungen zwischen dem Starcoach und Real erfolgreich verlaufen sind. Demnach hat Mourinho einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Als Jahresgehalt werden 12 Millionen Euro brutto kolportiert.
Eine offizielle Bestätigung von Vereinsseite steht vorerst aus.
Mou feiert Comeback
Für Mourinho ist es die zweite Amtszeit in Madrid. Bereits zwischen 2010 und 2013 betreute er die Galaktischen, in 178 Pflichtspielen kam er auf einen Punkteschnitt von 2,3 – zudem gewann er in seiner Debütsaison 2010/11 die spanische Meisterschaft. Der erhoffte Triumph in der Champions League blieb ihm allerdings verwehrt.
Real Madrid befindet sich in einer sportlichen Krise. Alonso wurde im zurückliegenden Sommer als Hoffnungsträger verpflichtet worden, doch Leverkusens Meistertrainer war es nicht gelungen, die Superstars rund um Vinicius Junior und Kylian Mbappé auf seine Seite zu bringen.

Interne Unruhen
Die internen Unruhen setzten sich auch nach dessen Entlassung fort. Eine Online-Petition, die mittlerweile mehrere Millionen Male unterzeichnet wurde, fordert Mbappés Abgang. Zudem kam es Anfang Mai zu einem handfesten Konflikt zwischen Federico Valverde und Aurelien Tchouameni, der Uruguayer musste nach einem Schlag seines Mitspielers in der Notaufnahme behandelt werden.
Obendrein steht Präsident Floréntino Perez in der Kritik. Einen Rücktritt lehnt der 79-Jährige kategorisch ab, am 7. Juni stellt er sich zur Wiederwahl. Pérez peilt bereits seine siebte Amtsperiode an.

