Leipzig-Boss Schäfer selbstkritisch: Umgang mit Werner "einfach schlecht"

Marcel Schäfer hat den Umgang seines Vereins mit Ex-Trainer Ole Werner kritisiert.
Marcel Schäfer hat den Umgang seines Vereins mit Ex-Trainer Ole Werner kritisiert.ČTK / imago sportfotodienst / Picture Point / Roger Petzsche

Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hat Fehler im Umgang mit dem entlassenen Trainer Ole Werner eingeräumt. "Die letzten Wochen – und so selbstkritisch muss man sein – waren alles andere als optimal, einfach schlecht. Punkt", sagte Schäfer in einem Interview mit der Bild-Zeitung.

Zwar habe man bereits vor der Südafrika-Reise der Mannschaft nach dem Saisonende ein "längeres, vertrauliches Gespräch" mit Werner geführt, das zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden sollte. Dass sich "dazwischen dann vieles aus verschiedensten Gründen in der Öffentlichkeit abgespielt hat, war sowohl dem Menschen als auch dem Trainer Ole Werner gegenüber absolut unwürdig. Mir tut das wirklich sehr leid. Gar keine Frage", sagte Schäfer.

Schäfer setzt viel auf Demichelis

Solche Entscheidungen seien manchmal "knallhart", sagte der 42-Jährige. "Trotzdem geht es immer um eine respektvolle Art und Weise. Das haben wir alles dieses Mal nicht geschafft."

Trotz der Qualifikation für die Champions League und einer insgesamt erfolgreichen Saison war Werner Mitte Juni überraschend entlassen worden. Sein Nachfolger wird der Argentinier Martin Demichelis. Er vereine laut Schäfer "diese Begeisterung, dieses Feuer, diese Leidenschaft". Er glaube, "dass uns Martin mit seinen Erfahrungen und mit seinen Charakterzügen einfach guttun wird."