120 Jahre blieb Crystal Palace ohne Titel – doch unter Oliver Glasner setzten die Eagles zum Höhenflug an.
Spielbericht zum Conference-League-Finale
Beeindruckende Erfolgsbilanz
Innerhalb von zwölf Monaten holten die Londoner unter dem ehemaligen Bundesliga-Trainer zuerst den FA Cup im legendären Wembley-Stadion. Dann gewann Palace den Supercup in England – und nun vergoldete der gebürtige Salzburger seine Ära in London mit dem Triumph in der Conference League.
Auch nach seinem letzten Spiel mit Palace präsentierte er sich bescheiden. "Als Trainer kann man nichts alleine erreichen", sagte der 51-Jährige: "Man braucht ein großartiges Team im Hintergrund und vor allem großartige Spieler und Menschen. Genau das ist diese Mannschaft. Sie halten immer zusammen und arbeiten hart. Vom ersten Tag an haben wir die Einstellung geschaffen, dass alles möglich ist, wenn man hart arbeitet."

Ungewisse Zukunft
Wo es Glasner als nächstes hinzieht, ist offen. Zuletzt wurde er mit einem Wechsel zu Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht. Im vergangenen Winter hatte zudem Manchester United Interesse an seinen Diensten bekundet. Bei den Red Devils macht die ursprüngliche Interimslösung Michael Carrick aber einen ausgezeichnten Job, sein Vertrag wurde bis 2028 ausgeweitet.

Klar ist: Bei Crystal Palace wird man Oliver Glasner schmerzlich vermissen. "Was er in zweieinhalb Jahren bewirkt hat, ist unglaublich. Drei Titel für Palace, die ersten drei in der Vereinsgeschichte. Die erste Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb und gleich der Sieg. Unglaublich", sagte Adam Wharton.
Der Mittelfeldspieler adelte seinen Coach: "Er muss einer der besten Trainer sein, die Palace je hatte. Er hat die Einstellung des Vereins grundlegend verändert. Wir wollen nicht nur in der Premier League bleiben und in Europa dabei sein, wir wollen gewinnen und so weit oben wie möglich landen."

