Trainer Jan Cadieux ergänzte mit Blick auf das Viertelfinale am Donnerstag (20:20 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV): "Am Ende haben wir hohe Ziele, und um sie zu erreichen, musst du jede Mannschaft schlagen."
Eben auch den elfmaligen Weltmeister Schweden, der erst mit dem 4:2 gegen die Slowakei im letzten Vorrundenspiel noch auf Platz vier in der Gruppe B rutschte.
Match-Center: Schweiz vs. Schweden
Absoluter Angstgegner
An die Tre Kronor hat die Schweizer Nati viele schlechte Erinnerungen: 2013 und 2018 unterlag sie im WM-Finale, 1992 und 1998 im WM-Halbfinale, 2017 im WM-Viertelfinale und 2006 im Olympia-Viertelfinale den Schweden, die das Portal watson.ch "unser Albtraum" nannte. 26 der letzten 30 Partien gingen verloren, so auch die beiden Tests vor der WM (1:8, 0:3).
Eine freiwillige Niederlage gegen die Finnen, um dem Angstgegner aus dem Weg zu gehen, kam aber für die Schweizer nicht infrage. "Ich als Athlet dulde eine solche Einstellung nicht. Um zuoberst anzukommen, muss man gute Teams schlagen", sagte Hischier nach dem siebten Dreier im siebten Vorrundenspiel: "Schweden ist ein gutes Team. Wir fokussieren uns auf uns, schauen nicht nach links oder rechts oder andere Resultate."

Beginn einer neuen Ära
Das hat bisher hervorragend funktioniert. Selbst der Rauswurf des langjährigen Erfolgstrainers Patrick Fischer wegen des Skandals um ein gefälschtes Corona-Impfzertifikat zu Beginn der WM-Vorbereitung brachte die Nati nicht aus dem Tritt.

Cadieux – zuvor Co-Trainer, aber als Meister und Champions-League-Sieger mit Servette Genf schon als Headcoach erfolgreich – übernahm das Kommando früher als ursprünglich geplant.
Das erste WM-Gold, eigentlich als krönender Abschluss für die Ära des extrovertierten Fischer angepeilt, könnte nun der Beginn einer neuen Ära werden.
