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WM-Finale mit Halbzeitshow: Sportmediziner sieht Risiken für die Spieler

Madonna, Shakira und Justin Bieber sind einige der Namen die bei der Halbzeitshow des WM-Finals auftreten sollen
Madonna, Shakira und Justin Bieber sind einige der Namen die bei der Halbzeitshow des WM-Finals auftreten sollenJose Breton / Spain DPPI / DPPI via AFP / Profimedia

Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien wird nicht nur sportlich Neuland betreten. Erstmals in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft ist während der Halbzeit eine große Show mit internationalen Popstars geplant. Während Künstler wie Madonna, Shakira und Justin Bieber das Publikum im MetLife Stadium unterhalten sollen, müssen sich die Spieler auf eine deutlich längere Pause einstellen.

Der Kölner Sportmediziner Hans-Georg Predel sieht diese Entwicklung kritisch. Aus seiner Sicht bringt eine verlängerte Halbzeit zwar Vorteile bei der Erholung, birgt aber auch sportliche Risiken.

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Längere Pause verändert die körperlichen Voraussetzungen

"Die derzeitige Halbzeitdauer von 15 Minuten hat sich nicht zufällig etabliert. Sie stellt einen guten Kompromiss zwischen einer kurzen Erholung und dem Erhalt der körperlichen Leistungsbereitschaft dar", sagte Predel, Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Eine Verlängerung auf 25 oder sogar 30 Minuten "verändert die physiologischen Voraussetzungen deutlich". Zwar könnten sich Spieler wie Lamine Yamal oder Lionel Messi etwas besser regenerieren, gleichzeitig sinken jedoch Muskeltemperatur, Herzfrequenz und die neuromuskuläre Aktivierung.

"Studien haben gezeigt, dass schon ein Rückgang der Muskeltemperatur um ein bis zwei Grad Celsius die maximale Kraftentwicklung, Sprintgeschwindigkeit und Schnellkraft negativ beeinflussen kann. Da Fußball von kurzen explosiven Aktionen lebt, kann dies gerade unmittelbar nach Wiederbeginn leistungsrelevant sein."

Reaktivierung wird zum entscheidenden Faktor

Nach Einschätzung des Sportmediziners steigt mit einer längeren Unterbrechung zumindest theoretisch auch das Verletzungsrisiko. Deshalb sei ein gezieltes Aufwärmprogramm unmittelbar vor Wiederbeginn besonders wichtig.

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Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko. 

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Die WM-Trophäe
Die WM-TrophäeEyepix/ABACA / Abaca Press / Profimedia

"Idealerweise erfolgt in den letzten drei bis fünf Minuten vor Wiederbeginn ein strukturiertes Reaktivierungsprogramm mit Laufübungen, Mobilisation sowie kurzen Steigerungs- und Sprintbewegungen", erklärte Predel. "Viele Spitzenmannschaften praktizieren dies bereits nach normalen Halbzeitpausen – bei einer längeren Unterbrechung wird diese Reaktivierung noch wichtiger."

Neben den körperlichen Aspekten dürfe auch die mentale Vorbereitung nicht unterschätzt werden. Gerade in einem WM-Endspiel könnten kleinste Unkonzentriertheiten den Unterschied ausmachen. "Die mentale Komponente ist gerade in einem WM-Finale, in dem kleinste Fehler spielentscheidend sein können, nicht zu unterschätzen", sagte Predel. "Ein professionelles Reaktivierungsprogramm umfasst deshalb immer sowohl körperliche als auch mentale Aktivierung."