Vor entscheidenden Wochen: Wiegert ist "natürlich" besorgt

Wiegert ist besorgt
Wiegert ist besorgtFoto von FEDERICO GAMBARINI / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Trainer Bennet Wiegert befürchtet nach dem verkorksten Pokal-Wochenende in Köln, dass der Dämpfer vom Final Four nachhaltig an der Stabilität des SC Magdeburg zehren könnte. "Habe ich Sorge? Natürlich", sagte Wiegert nach dem 31:35 (15:16) im Spiel um Platz drei gegen den TBV Lemgo Lippe.

Tags zuvor war der Champions-League-Sieger sensationell im Halbfinale am krassen Außenseiter Bergischer HC im Siebenmeterwerfen gescheitert. "Wenn man so ein Wochenende spielt, dann zieht das nicht an einem vorbei. Das wird sich auch noch mehrere Wochen in mir ausleben. Es gilt, es zu verarbeiten", sagte Wiegert (44). Ein Erfolg im kleinen Finale hätte aus seiner Sicht "vielleicht ein bisschen für Befreiung gesorgt. Dem ist jetzt nicht so."

Zwei Titel noch zu holen

Dem SCM bleiben in dieser Saison noch zwei Titelchancen. In der Bundesliga führt Magdeburg das Klassement mit sieben Punkten Vorsprung auf die SG Flensburg-Handewitt an. In der Champions League trifft der Titelverteidiger am 29. April im Viertelfinal-Hinspiel auf Pick Szeged und kämpft um eine schnelle Rückkehr nach Köln. Das Final Four der europäischen Königsklasse findet am 13./14. Juni ebenfalls in der Lanxess Arena statt.

Als kleinen Trost sieht Wiegert die enge Taktung des Spielbetriebs. "Das ist vielleicht der Vorteil, den wir zu anderen Sportarten haben. Wenn ich an Olympia denke, dass man vier Jahre auf irgendwas warten muss, da sind wir privilegiert, dass wir in den nächsten Wochen schon wieder mehrere Wettkämpfe haben, um uns zu behaupten und zu beweisen", sagte er. Einfach zur Tagesordnung übergehen könne er dennoch nicht: "Einfach so Mund abwischen, das ist es nicht."

Zum Match-Center: TBV Lemgo Lippe vs. SC Magedeburg