Tags zuvor war der Champions-League-Sieger sensationell im Halbfinale am krassen Außenseiter Bergischer HC im Siebenmeterwerfen gescheitert. "Wenn man so ein Wochenende spielt, dann zieht das nicht an einem vorbei. Das wird sich auch noch mehrere Wochen in mir ausleben. Es gilt, es zu verarbeiten", sagte Wiegert (44). Ein Erfolg im kleinen Finale hätte aus seiner Sicht "vielleicht ein bisschen für Befreiung gesorgt. Dem ist jetzt nicht so."
Zwei Titel noch zu holen
Dem SCM bleiben in dieser Saison noch zwei Titelchancen. In der Bundesliga führt Magdeburg das Klassement mit sieben Punkten Vorsprung auf die SG Flensburg-Handewitt an. In der Champions League trifft der Titelverteidiger am 29. April im Viertelfinal-Hinspiel auf Pick Szeged und kämpft um eine schnelle Rückkehr nach Köln. Das Final Four der europäischen Königsklasse findet am 13./14. Juni ebenfalls in der Lanxess Arena statt.
Als kleinen Trost sieht Wiegert die enge Taktung des Spielbetriebs. "Das ist vielleicht der Vorteil, den wir zu anderen Sportarten haben. Wenn ich an Olympia denke, dass man vier Jahre auf irgendwas warten muss, da sind wir privilegiert, dass wir in den nächsten Wochen schon wieder mehrere Wettkämpfe haben, um uns zu behaupten und zu beweisen", sagte er. Einfach zur Tagesordnung übergehen könne er dennoch nicht: "Einfach so Mund abwischen, das ist es nicht."
Zum Match-Center: TBV Lemgo Lippe vs. SC Magedeburg
