Der Gleichstand wurde nur kurz nach dem Moment erreicht, als Lionel Messi den alten Rekord des Deutschen brach. Damit bilden Messi, Mbappé und Klose das exklusive Trio der einzigen Spieler, die jemals 16 oder mehr WM-Tore erzielen konnten – dicht gefolgt von Legenden wie Ronaldo (15), Gerd Müller (14) und Pelé (12).
Der Fokus richtet sich in dieser Debatte jedoch zunehmend auf den französischen Ausnahmestürmer, da seine Effizienz alle bisherigen Maßstäbe sprengt. Während Lionel Messi für seine Treffer insgesamt 27 WM-Partien benötigte und Miroslav Klose nur 23 Einsätzen, erreichte Mbappé die historische Marke von 16 Toren in gerade einmal 16 Spielen. Diese Quote von exakt einem Tor pro Spiel im Rahmen einer Weltmeisterschaft ist bislang unerreicht.

Ein Blick in die Geschichtsbücher verdeutlicht die Dominanz des Franzosen im direkten Vergleich mit anderen Fußball-Größen nach derselben Anzahl an Einsätzen. Betrachtet man die ewige Bestenliste nach den ersten 16 WM-Spielen eines Spielers, thront Mbappé mit seinen 16 Treffern einsam an der Spitze. Ihm folgt mit deutlichem Abstand der Brasilianer Ronaldo, der nach 16 Partien auf 12 Tore kam, während Miroslav Klose und Jürgen Klinsmann zu diesem Zeitpunkt jeweils 11 Treffer vorweisen konnten. Selbst Ikonen wie Thomas Müller (10), Cristiano Ronaldo (7) oder Diego Maradona (7) blieben in ihrer Anfangsphase weit hinter dieser Ausbeute zurück.
Tut sich ein neuer "GOAT" auf?
Ein weiteres Kriterium für die historische Einordnung ist die Konstanz auf absolutem Top-Niveau über mehrere Turniere hinweg. Mbappé, Klose und Messi sind die einzigen drei Akteure der WM-Geschichte, denen es gelang, bei mindestens drei verschiedenen Weltmeisterschaften jeweils mindestens vier Tore zu erzielen. Diese Beständigkeit zeigt, dass die Treffsicherheit kein Produkt einer einzelnen, überragenden Turnierphase ist, sondern die Spieler über Jahre hinweg die entscheidenden Figuren ihrer Nationalmannschaften waren.

Der entscheidende und wohl gewichtigste Unterschied in der aktuellen Diskussion liegt jedoch in der Effektivität pro Turnierteilnahme. Während Miroslav Klose die Marke von mindestens vier Toren in drei seiner insgesamt vier WM-Endrunden knackte und Lionel Messi dafür sogar sechs Turnieranläufe benötigte, schafft Mbappé ein makelloses Novum: Er hat bei jeder einzelnen Weltmeisterschaft, an der er bisher teilgenommen hat, mindestens vier Mal getroffen. Diese beispiellose Beständigkeit öffnet die Debatte um den "GOAT" eventuell in eine neue Richtung.
