Spurs & Sunderland jubeln: West Ham steigt ab - Emotionale Abschiede für Pep & Salah

Aktualisiert
Tottenham rettete sich nach einem eigenen Sieg über Everton
Tottenham rettete sich nach einem eigenen Sieg über EvertonREUTERS/Dylan Martinez

Die Spurs sind gerettet, Sunderland gelingt Historisches - und Mohamed Salah bekommt Standing Ovations: Der letzte Spieltag der englischen Premier League hat wichtige Entscheidungen und große Emotionen gebracht. Tottenham Hotspur sicherte am Ende einer völlig enttäuschenden Saison den Klassenerhalt und sorgte damit noch einmal für Ekstase im eigenen Stadion. Der ambitionierte englische Traditionsklub gewann gegen den FC Everton mit 1:0 (1:0) und war dadurch nicht mehr vom Ergebnis der Konkurrenz abhängig. Bayern-Leihgabe Joao Palhinha erzielte den umjubelten Siegtreffer (43.).

Die Mannschaft von Nuno Espirito Santo erledigte ihre Aufgabe souverän. Durch Tore von Taty Castellanos, Jarrod Bowen und Callum Wilson in der zweiten Halbzeit fuhr West Ham letztlich einen ungefährdeten 3:0-Sieg ein, während die 62.500 Fans in London natürlich mit einem Auge auf das Geschehen im Tottenham Hotspur Stadium, rund acht Kilometer entfernt, blickten.

Zum Match-Center: West Ham vs. Leeds

Ex-Bayer trifft: Spurs retten sich aus eigener Kraft

Doch im dort zerstörten die "Lilywhites" die letzten Hoffnungen der "Hammers". Die Spurs setzten sich dank eines Treffers von Palhinha mit 1:0 gegen Everton durch und sicherten sich damit den Verbleib in der Premier League.

Zum Match-Center: Spurs vs. Everton

West Ham war als Tabellen-18. in den letzten Spieltag gestartet und benötigte zwingend einen Sieg gegen Leeds United. Gleichzeitig mussten die Hammers auf Schützenhilfe von Everton hoffen. Denn Tottenham hatte vor dem Sonntag 38 Punkte, West Ham 36. Aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz hätte den Spurs bereits ein Unentschieden gereicht. 

Sunderland stiehlt Hürzeler die europa League weg

Im Rennen um die letzten Europapokalplätze war Aufsteiger AFC Sunderland der große Sieger. Der über Jahre schwer gebeutelte Klub gewann gegen den FC Chelsea mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Siebter, wie der Sechste AFC Bournemouth, noch für die Europa League - vor vier Jahren spielte Sunderland noch drittklassig, nun steht der Klub erstmals seit 53 Jahren im Europapokal.

Teammanager Fabian Hürzeler und Brighton & Hove Albion verloren gegen Manchester United 0:3 (0:2) und rutschten am Ende einer Saison, in der der Klub zeitweise von der Champions League träumen durfte, noch auf Rang acht. Brighton wird damit in der Conference League starten. Klub-Weltmeister Chelsea hingegen wird in der kommenden Saison unter dem neuen Chefcoach Xabi Alonso nicht international vertreten sein.

Abschied für Salah und Pep

Auf den Champions-League-Plätzen tat sich zum Abschluss nichts mehr. Meister FC Arsenal gewann bei Crystal Palace 2:1 (1:0), Manchester City verlor beim Abschied von Erfolgscoach Pep Guardiola 1:2 (1:0) gegen Aston Villa und beendet die Saison dennoch auf Rang zwei. Manchester United bleibt Dritter vor Villa, als Fünfter zieht auch der FC Liverpool um Nationalspieler Florian Wirtz in die Königsklasse ein.

Zum Abschluss kamen die Reds nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den FC Brentford hinaus. Der ägyptische Ausnahmespieler Salah stand in seinem letzten Spiel für Liverpool nach neun Jahren in der Startelf und bereitete die Führung durch Curtis Jones (58.) vor. Dem Deutschen Kevin Schade gelang der Ausgleich (64.). In der 73. Minute wurde Salah unter anhaltendem Applaus mit Tränen in den Augen ausgewechselt.