Neben dem Finaleinzug bauten die Knicks auch ihre beeindruckende vereinsinterne Rekordserie auf mittlerweile elf Playoff-Siege in Folge aus. Damit sind sie erst das vierte Team der NBA-Geschichte, dem eine solche Serie in der Postseason gelang; zuletzt schafften dies die Golden State Warriors im Jahr 2017.
Zum Match-Center: Cleveland Cavaliers vs. New York Knicks
Der Grundstein für den Kantersieg im vierten Spiel wurde bereits in der ersten Halbzeit gelegt. Nachdem die Cavaliers durch einen starken Beginn von Donovan Mitchell zunächst mit 8:2 führten, rissen die Gäste aus New York die Spielkontrolle komplett an sich. Einem späten 8:0-Lauf im ersten Viertel ließen die Knicks zu Beginn des zweiten Abschnitts einen fulminanten 20:0-Run folgen und erspielten sich so eine komfortable 50:26-Führung.
Knicks nicht gefordert
Cleveland, bei denen DBB-Nationalspieler Dennis Schröder krank fehlte, blieb während dieser Durststrecke fünf Minuten lang ohne eigenen Korb und leistete sich zudem vier Ballverluste. Angeführt von einer überragenden Teamleistung, bei der bereits zur Halbzeit vier Akteure zweistellig gepunktet hatten, ging es mit einem deutlichen 68:49 in die Kabine.
Im vierten Viertel wuchs der Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf 45 Punkte an, sodass Headcoach Mike Brown seine Stars bereits knapp acht Minuten vor dem Ende unter dem lautstarken Jubel der mitgereisten Fans – darunter prominente Edelfans wie Regisseur Spike Lee und Schauspieler Timothée Chalamet – vom Feld nehmen konnte.

Auf dem Parkett glänzten die Knicks durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Karl-Anthony Towns dominierte die Zone und verbuchte ein starkes Double-Double aus 19 Punkten und 14 Rebounds. O.G. Anunoby steuerte 17 Zähler bei, während Mikal Bridges und Jalen Brunson jeweils 15 Punkte erzielten. Ein Sonderlob verdiente sich zudem Landry Shamet, der von der Bank kommend 16 Punkte beisteuerte und mit einer perfekten Dreierquote (4/4) in der entscheidenden Phase glänzte.
Aufseiten der enttäuschten Cavaliers war Donovan Mitchell mit 31 Punkten der mit Abstand beste Werfer. Caveland-Coach Kenny Atkinson zeigte sich nach dem Spiel sichtlich geknickt über das verpasste Saisonziel, während New Yorks Trainer Mike Brown, der die Knicks erst in seinem ersten Jahr betreut und nun zum zweiten Mal in seiner Karriere als Coach in die Finals einzieht, den unglaublichen Siegeswillen und die Aufopferungsbereitschaft seiner "großartigen Truppe" lobte.
New York startet auswärts in NBA Finals
Als wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie im Osten wurde Jalen Brunson ausgezeichnet, der über die vier Spiele hinweg durchschnittlich 25,5 Punkte, 7,8 Assists und 3,3 Rebounds auflegte. Für Brunson schließt sich damit ein emotionaler Kreis: Als die Knicks 1999 das letzte Mal in den Finals standen, war er gerade einmal zwei Jahre alt und sein Vater stand als Guard im damaligen New Yorker Kader. Nun spielen die Knicks ab dem 3. Juni um ihre erste Meisterschaft seit den Titelgewinnen 1970 und 1973.
Ihr Gegner wird in der Finalserie der Western Conference zwischen den Oklahoma City Thunder und den San Antonio Spurs ermittelt. Dort steht es aktuell 2:2-Unentschieden, ehe es in der kommenden Nacht in Oklahoma City zu Spiel 5 kommt. Unabhängig vom Ausgang dieser Serie steht jedoch fest, dass die Knicks aufgrund der schlechteren regulären Saisonbilanz auswärts starten müssen.
