"Dass es so gekommen ist und dass wir einen Sweep kassiert haben, das ist echt scheiße", sagte Cavs-Star Donovan Mitchell in der Nacht zum Dienstag nach dem 93:130 in Spiel vier der Conference Finals gegen die Knicks. Cleveland werde aber zurückkommen: "Wir werden bereit sein. Wir werden hungrig sein. Und wir werden voll dabei sein."
Zum Match-Center: Cleveland Cavaliers vs. New York Knicks
Dass Schröder, anders als in den ersten drei Partien der Best-of-seven-Serie, die Cleveland auch schon mehr oder weniger deutlich verloren hatte, diesmal unpässlich sein würde, war erst kurz vor dem Spiel durchgesickert. Damit fehlten den Cavs seine Defense und seine Mentalität. Doch selbst mit Schröder, der 2016/17 mit den Atlanta Hawks und 2022/23 mit den Los Angeles Lakers bereits im Halbfinale ausgeschieden war, wäre der Meister von 2016 wohl kaum erfolgreicher gewesen.
Lob von Coach Atkinson für Schröder
Trotzdem dürfte Schröder bei aller Enttäuschung aus persönlicher Sicht nicht ganz unzufrieden sein, wenn er auf die Spielzeit zurückblickt. Denn sie begann zwar mit einem frisch unterschriebenen 45-Millionen-Dollar-Vertrag über drei Jahre, aber sie begann auch bei den Sacramento Kings, mit denen Schröder chancenlos im Keller der NBA herumdümpelte. Dass ihn ein ambitioniertes Team wie Cleveland im Februar holte, war ein Glücksfall für den 32-Jährigen.
In Ohio musste sich Schröder zwar klar hinter den Alphatieren James Harden und Mitchell einsortieren und bekam wesentlich weniger Minuten, der Wechsel zu seinem elften NBA-Klub bedeutete aber auch ein sicheres Playoff-Ticket. Als Dampfmacher von der Bank erntete er zudem den Respekt von Trainer Kenny Atkinson. Zuletzt pries er ihn in der Viertelfinal-Serie gegen die Detroit Pistons. "Deine Energie und dein Biss", sagte er, hätten die Cavs "ins Rollen gebracht".
Nach sieben Spielen in Runde eins gegen die Toronto Raptors und danach gegen Detroit schien Cleveland gegen New York nun aber auch die Kraft auszugehen. Gleichzeitig waren die Knicks um ihren überragenden Superstar Jalen Brunson, die erstmals seit 1999 im Finale stehen, schlichtweg zu stark, auch wenn das ein bärtiger Mann in Reihen Clevelands ganz anders sah. Er glaube, sagte Harden, "dass wir eigentlich das bessere Team hatten."
Wie geht es nun aber weiter für Schröder und Co.? "Natürlich müssen wir schwere Entscheidungen treffen. Wir werden nicht den gleichen Kader haben, aber ich liebe diese Mannschaft", sagte Atkinson, den vor allem die Zukunft von Harden (Vertrag läuft aus) und Mitchell (geht ins letzte Vertragsjahr) beschäftigt. Schröders Kontrakt läuft derweil noch bis 2028. Trades, das weiß der Deutsche nur zu gut, sind in der NBA aber natürlich immer möglich.
